Sie sind innerhalb oder außerhalb geschlossener Ortschaften zu schnell gefahren und mit einer Geschwindigkeitsüberschreitung erwischt worden? In unserem aktuellen Bußgeldkatalog 2015 finden Sie alle Bußgelder, Punkte und Fahrverbote für Geschwindigkeitsüberschreitungen.

 

Geschwindigkeitsüberschreitung Außerorts Bußgeld Punkte Fahrverbot
bis 10 km/h 10 EUR
11 bis 15 km/h 20 EUR
16 bis 20 km/h 30 EUR
21 bis 25 km/h 70 EUR 1
26 bis 30 km/h 80 EUR 1
31 bis 40 km/h 120 EUR 1
41 bis 50 km/h 160 EUR 2 1 Monat
51 bis 60 km/h 240 EUR 2 1 Monat
61 bis 70 km/h 440 EUR 2 2 Monate
über 70 km/h 600 EUR 2 3 Monate

 

Geschwindigkeitsüberschreitung Innerorts Bußgeld Punkte Fahrverbot
bis 10 km/h 15 EUR
11 bis 15 km/h 25 EUR
16 bis 20 km/h 35 EUR
21 bis 25 km/h 80 EUR 1
26 bis 30 km/h 100 EUR 1
31 bis 40 km/h 160 EUR 2 1 Monat
41 bis 50 km/h 200 EUR 2 1 Monat
51 bis 60 km/h 280 EUR 2 2 Monate
61 bis 70 km/h 480 EUR 2 3 Monate
über 70 km/h 680 EUR 2 3 Monate

 

Tatbestand Bußgeld Punkte Fahrverbot Bemerkung
Schrittgeschwindigkeit in verkehrsberuhigtem Bereich nicht eingehalten, sofern nicht mehr als 10 km/h zu schnell (PKW) 20 EUR
Nicht angepasstes Tempo trotz Bahnübergängen, besonderen örtlichen Straßen- oder Verkehrsverhältnissen oder bei schlechten Sichtverhältnissen 100 EUR 1
Nicht angepasstes Tempo trotz Bahnübergängen, besonderen örtlichen Straßen- oder Verkehrsverhältnissen oder bei schlechten Sichtverhältnissen mit Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer 120 EUR 1
Nicht angepasstes Tempo trotz Bahnübergängen, besonderen örtlichen Straßen- oder Verkehrsverhältnissen oder bei schlechten Sichtverhältnissen mit Sachbeschädigung 145 EUR 1
Unfall aufgrund von nicht angepasstem Tempo verursacht 35 EUR
Kinder, Hilfsbedürftige und Ältere gefährdet durch zu hohes Tempo, mangelnde Bremsbereitschaft oder ungenügenden Seitenabstand 80 EUR 1
Ohne triftigen Grund so langsam gefahren, dass der reibungslose Verkehrsfluss behindert wurde 20 EUR
Illegale Kraftfahrzeugrennen als Teilnehmer 400 EUR 2 1 Monat
Illegale Kraftfahrzeugrennen als Veranstalter 500 EUR
Radarwarn- oder Laserstörgerät betrieben oder betriebsbereit mitgeführt 75 EUR 1 zusätzlich Beschlagnahme und Vernichtung des Gerätes möglich
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SSDs in der Praxis nicht zuverlässiger als Festplatten

Samsung SSD 840

 

Die schnelle SSD-Technik hat ihre Tücken: Laut Kroll Ontrack sind SSDs zwar nicht anfälliger als normale Festplatten, die Datenrettung ist aber schwieriger und gelingt seltener.

Backup nicht vergessen, wenn man eine SSD nutzt: So könnte man die Ergebnisse einer Umfrage zusammenfassen, die die Datenrettungsfirma Kroll Ontrack unter ihren Kunden durchgeführt hat. Rund 2000 IT-Verantwortliche antworteten, in 90 Prozent der vertretenen Firmen kommen demnach bereits Solid-State Disks zum Einsatz. Das spürt auch Kroll Ontrack, wo sich die Zahl der Anfragen zur Rettung von Daten von SSDs in den letzten Jahren jeweils verdoppelte.

In einem Drittel der Firmen jener Kroll-Ontrack-Kunden, die auf die Umfrage geantwortet haben, sind jedenfalls schon Probleme mit SSDs aufgetreten. In 61 Prozent der Fälle gingen dadurch Daten verloren, in 18 Prozent der Fälle wurden sie gerettet.

Obwohl Kroll Ontrack bei der SSD-Technik ständig dazulernt, scheitert die Datenrettung hier häufiger als bei klassischen Magnetfestplatten. Das liegt unter anderem daran, dass die SSD-Controller die Daten mit Wear Leveling nach proprietären Verfahren auf die einzelnen Flash-Chips verteilen, viele sogar verschlüsselt. Überspannungsschäden zerstören Flash-Chips, wo bei Magnetfestplatten vielleicht nur der Controller ausfällt, nicht aber die Magnetscheibe. Kroll Ontrack erwähnt auch Firmware-Updates, die bei SSDs häufiger Daten vernichten als bei gewöhnlichen Festplatten – so wie aktuell wieder bei der Samsung SSD 850 Pro.

Nicht zuverlässiger als Platten

Insgesamt treten bei SSDs nach den Erfahrungen der Datenretter genauso oft Fehler auf wie bei Festplatten, obwohl die Flash-Speicher beispielsweise unempfindlicher sind gegen Stöße. Doch gegen Virenbefall, versehentliches Löschen, Brand- und Wasserschäden sowie falschen Anschluss sind sie auch nicht gewappnet. Diebstahl ist dabei nicht berücksichtigt, dann könnten Datenretter ohnehin nicht helfen. Allmählich kommen die ersten SSD-Generationen außerdem an die Grenze ihrer Lebensdauer, obwohl Ausfälle durch zu häufiges Überschreiben wohl viel seltener zu befürchten sind, als viele glauben.

In der Praxis führen viele verschiedene Probleme zu Datenverlusten. Darunter sind anscheinend einige so häufig, dass theoretische Vor- und Nachteile unterschiedlicher Speichermedien im Vergleich dazu keine große Rolle spielen. Es empfiehlt sich also wie üblich, mit Backups vorzubeugen – auch, bevor man ein Firmware-Update durchführt. (ciw)

 

Quelle: heise.de